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Fußbodenheizung ideale Heizfläche für Solaranlagen




Der ein oder andere mag sich mit dem Gedanken befassen, jetzt seine alte Heizung auszutauschen oder zumindest für die Heizungsunterstützung eine Solaranlage zu installieren. Neben dem Wunsch auch einen Anteil am Klimaschutz zu leisten, wird bei den meisten wohl der Kostendruck durch die steigenden Energiepreise ein Hauptanreiz dafür sein, endlich das eigene Haus mit einer energieoptimierten Heizungsanlage zu versehen.

Dabei sollte man sich aber über eine besondere Problematik bewusst sein die gerade bei einer Solaranlage eine entscheidende Rolle spielt. Den größtmöglichen Energieertrag und solaren Deckungsgrad bietet die Solaranlage nur, wenn sie mit möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen im Solarkreis betrieben wird. Nur so ist die Nutzung der Sonnenenergie wirklich effizient machbar. Vor allem herkömmliche ältere Heizungsanlagen nutzen für die Abgabe der Wärme in den Raum oft noch Heizkörper in Form von Radiatoren oder Plattenheizkörpern die mit relativ hohen Systemtemperaturen betrieben werden. Die Gründe dafür sind vielfältiger Natur. Zum einen ist die Wärmedämmung bei älteren Gebäuden oftmals schlechter und somit muss ein höherer Wärmebedarf abdeckt werden. Da die Heizkörper normalerweise über deutlich kleinere Abstrahlflächen und mit einem geringeren Anteil an Konvektion arbeiten, muss die Vorlauftemperatur bei Heizkörpern höher liegen.

Solaranlagen können von daher in Gebäuden bei denen die Raumerwärmung über Heizkörper erfolgt nur selten effektiv genutzt werden. Anders sieht die Situation bei Gebäuden mit Flächenheizungen, wie etwa eine Fußbodenheizung oder auch einer Wandheizung aus. Diese Systeme arbeiten schon auf Grund ihrer großen Flächen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen und arbeiten zum dem fast ausschließlich über Konvektion. Gerade die Fußbodenheizung ist hier besonders beliebt und auch geeignet für den Einsatz als Heizfläche in der Solaranlage.

Moderne Solaranlagen die Hochleistungs- Sonnenkollektoren verwenden können so selbst in den Übergangszeiten fast 100% der erforderlichen Heizwärme erzeugen. Dabei sind natürlich zusätzliche Maßnahmen, wie die Zwischenspeicherung der von der Solaranlage gewonnenen Wärme in einem Pufferspeicher notwendig. Selbst bei diffuser Sonneneinstrahlung steht so noch genügend Wärme für die Heizung zur Verfügung.




Autor dieses Artikels: Jens Wertes
Eingereicht am: 2008-09-12


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