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Tischdekoration – unverzichtbar Servietten




Zu jeder ordentlichen Tischdekoration zählen heute neben Tischwäsche, Tischbändern, Blumen, auch hübsch gefaltete Servietten. Servietten falten kann fast jedermann. Dabei wird zumeist ein quadratisches Stück Tuch oder Zellstoff so gefaltet, dass sie auch keine Verschlüsse, Einschnitte oder Klebstoff benötigen. Meist wird am Anfang die Serviette in eine Richtung gefaltet und sodann über Kreuz gelegt, so stehen die zweiten Falten im rechten Winkel zu den ersten. Aus diesen doppelt gefalteten Servietten konnte man durch eine einfache Schrittfolge dann Vögel oder andere Kreationen erschaffen. Wer sich fragt, woher die Serviette eigentlich stammt und wann sie zum ersten Mal auftauchte, der muss zurück ins 16. Jahrhundert gehen. Dort wurden sie vom Adel benutzt, um sich die Finger hieran abzuwischen. Vorher wurde dies an den Tischtüchern getan. Der Begriff Serviette stammt aus dem Französischen bzw. Lateinischen. Das Wort „servire“ bedeutet nämlich servieren. Die Bediensteten hatten Tücher dabei, um den Tischgästen die Teller abzuwischen, woher auch das Wort Tellertuch herrührt. Auch in Deutschland verfeinerten sich die Tischmanieren im 16. Jahrhundert. So vermehrte sich auch hier die Benutzung von Servietten, notwendig auch deshalb, da seinerzeit Besteckgabeln noch nicht generell Bestand eines Tischgedeckes waren. Wahrscheinlich wurde damals mehr Wert auf die Speisen auf den Tischen gelegt, als auf eine schöne Tischdekoration, auch war das Servietten falten wohl seinerzeit noch kein Thema. Ein luxuriöser Lebenswandel und steigender Wohlstand in der Renaissance führte dazu, dass an den meisten italienischen Höfen sich eine neue Art entwickelte, die Tische zu dekorieren. So wurden kunstvolle Servietten in Form von Tieren, Vögel oder Segelschiffen in der Mitte des Tisches platziert.




Autor dieses Artikels: Max Neugebauer
Eingereicht am: 2009-01-10


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