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Ratten und Ihre Bekämpfung




Die häufigste bei uns vorkommende Art ist die Wanderrate. Im Volksmund wird diese auch häufig als Wasserratte oder Kanalratte bezeichnet. Diese Bezeichnungen rühren von ihrer Vorliebe für nasse oder feuchte Gebiete her. Daher findet man Wanderratten häufig an Bächen, Gräben, Flüssen, Kanälen oder ähnlichen Biotopen. Durch die Kanalisation gelangten die Tiere dann in die unmittelbare Nähe des Menschen und haben sich auch außerhalb der ursprünglich bevorzugten Gebiete verbreitet. Heute findet man sie nahezu überall wo es eine Nahrungsgrundlage für die Tiere gibt. Dieses können Mülldeponien, Tierstallungen und Getreidelager ebenso sein wie der heimische Komposthaufen.

Die Wanderratte ist ein absoluter Allesfresser und dennoch ist sie auch ein Feinschmecker. Dieses macht man sich in der Bekämpfung der Tiere zu nutze indem man das anzubietende Ködermaterial den Umgebungsbedingungen anpasst. Der Handel bietet hier grundsätzlich vier verschiedene Köderformulierungen an:

Köderblöcke: Diese eignen sich besonders in sehr feuchten Gebieten und speziell zur Auslegung in der Kanalisation, da sie meistens mit Wachs gepresst bzw. ummantelt sind und dadurch länger haltbar sind. Leider verringert dieses Herstellungsverfahren auch die Attraktivität des Köders.

Pelletierte oder granulierte Köder: Hierbei handelt es sich auch um einen gepressten Köder, jedoch in der Form von kleinen Pellets. Hier ist der Wachsanteil meistens nur sehr gering oder gar nicht vorhanden, was den Köder attraktiver macht.

Getreideköder: Echtes Getreide ganz, gequetscht oder gebrochen wird mit Gift versetzt und als Köder angeboten. In sehr vielen Bereichen wird dieser Köder sehr gut angenommen.

Pastenköder: Hier handelt es sich um eine Fettpaste, die den entsprechenden Wirkstoff enthält. Pastenköder sind in der Regel hochattraktiv und werden besonders gerne in sehr trockenen Bereichen wie z.B. Getreidelagern, etc. angenommen.

ACHTUNG: Zum Schutz von Mensch und Tier darf Ködermaterial niemals offen ausgelegt werden, sondern es sollten immer dafür vorgesehene Köderstationen verwendet werden.

Zu Beginn der Beköderung sollten immer ca. 200 gr. des Köders pro Köderstelle angeboten werden. Ist die angebotene Ködermenge geringer, so ist zum einen die Skepsis der Tiere gegenüber dem Köder größer und zum anderen besteht die Gefahr, dass die Tiere nicht genügend Köder aufnehmen und somit nicht absterben, sondern sich von der Giftaufnahme erholen. So können sich Resistenzen gegen den verwendetet Wirkstoff bilden. Es ist also unbedingt darauf zu achten, dass sich die Tiere am Köder „satt“ essen können.

Nach ca. 1 Woche sollten die Köderstellen kontrolliert werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass der noch vorhandene Köder sauber ist. D.h. es sollten keine Kot- oder Urinspuren im Ködermaterial zu finden sein, da dieses sonst nicht mehr angenommen wird. Verunreinigter oder auch nasser Köder muß entsorgt und durch neues Ködermaterial ersetzt werden.

Der Köder wird solange nachgelegt, bis keine Köderaufnahme mehr stattfindet. ACHTUNG: nach der letzten Köderaufnahme sollte der Köder noch weitere 6 Wochen angeboten werden, damit ein eventuell heranwachsender Nachwuchs bekämpft wird bevor eine erneute Vermehrung stattfindet.

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Autor dieses Artikels: Ilka Behrens
Eingereicht am: 2007-08-21


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