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Solarpanel - die richtige Wahl
Bei Solarmodulen hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Modulvarianten - das „beste Solarmodul“ gibt es nicht! Es kommt immer auf die örtlichen Gegebenheiten, den Anwendungsbereich und den Untergrund an, auf dem die Solarpanels montiert werden sollen.
Steht wenig Platz für die PV Anlage zur Verfügung (kleinere Dachflächen, z.B. Garagendächer) werden bevorzugt monokristalline Module eingesetzt. Sie haben einen reineren Siliziumgehalt als polykristalline Module und benötigen bei gleicher Leistung eine etwas geringere Fläche. Da die poly- oder multikristallinen Module aber ökologischer sind (durch etwas unreineres Silizium) und der Wattpreis dadurch meist geringer ausfällt, sind polykristalline Solarpanels mittlerweile recht weit verbreitet.
Bei amorphen Modulen nimmt die Leistung in den ersten 1000 Betriebsstunden stark ab, bevor sie dann aber konstant bleibt. Dank der neuen Dünnschichttechnik können die amorphen Module mit wesentlich geringerem Material- und daher auch Kostenaufwand relativ preisgünstig und umweltfreundlich gefertigt werden. Bisher wird diese Technik vor allem in Kleinanwendungen wie z.B. in Taschenrechnern eingesetzt, die Realisierung großer Anlagen (Dacheindeckungen, Häuserfassaden) gewinnt aber zunehmend an Bedeutung. Die amorphen Module zeichnen sich durch eine bessere Schwachlicht-Ausbeute sowie durch Hitzeresistenz aus, daher liegt der effektive Jahresertrag verhältnismäßig höher als bei einfachen Silizium-Modulen.
Solarpanels generieren ihre Energie in Abhängigkeit von der Helligkeit des Lichtes, dessen Einfallwinkel und der Paneltemperatur. Die Nennleistung eines Solarmoduls wird in Wattpeak angegeben und bezieht sich auf Laborbedingungen von 1000 W/qm, 25°C Zelltemperatur und 90° Einstrahlungswinkel bei Lichtspektrum 1,5 AM (Farbe des Lichtes). Diese Laborbedingungen werden jedoch im Praxisbetrieb fast nie erreicht. Daher wird die Leistung durch Verschattungen (Nachbardächer), schwaches Licht (Nebel, trüb) oder auch hohe Temperaturen im Sommer auf den Modulen gemindert.
Ein Ertrags-Richtwert kann trotzdem angegeben werden:
An trüben, kurzen Wintertagen erzeugt ein unverschattetes Solarmodul etwa das 0,2 fache; an klaren, langen Sommertagen das 7-fache seiner angegeben Nenn-Leistung. Das bedeutet, ein 100 W-Modul bringt zwischen 20 Wh und 700 Wh Strom-Tagesertrag.
Autor dieses Artikels: Andrus Valge
Eingereicht am: 2010-10-05
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