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Hochdruckreiniger für die Industrie




Einen Hochdruckreiniger kann man im Sonderangebot für ein paar Euro bei Baumärkten und Discountern erwerben. Damit lässt sich einmal im Jahr der Gartenweg säubern und wenn die Gartenmöbel schmutzig sind, kommt das Gerät ebenfalls zum Einsatz. Anders sieht es bei einem Profi Hochdruckreiniger aus. Dieser wird nach dem vorgesehenen Einsatzzweck gekauft und teilweise sogar in Maßanfertigung gebaut.

Zwei Kriterien bestimmen die Leistungsfähigkeit von Hochdruckreinigern: Druck und Wassermenge. Wo für den Heimanwender 140 bar und rund 400 Liter pro Stunde reichen, erfordern die Reinigungsausfgaben in der Industrie bedeutend höhere Leistungen. Diese sind abhängig vom Einsatzzweck.

Geht es um die Reinigung fest sitzender Verschmutzungen, benötigt man mehr Druck. Teer und Farben lassen sich ab rund 300 bar ablösen. Hilfreich ist hier ein heißer Wasserstrahl, der ölhaltige Verschmutzungen nicht nur mechanisch, sondern auch durch physikalische Einwirkung des Heißwassers entfernt. Geräte mit eingebauten Heizsystemen werden dabei bis 100 °C sinnigerweise als Heißwasser Hochdruckreiniger bezeichnet, ab 100 °C heißen sie Dampfstrahler. Kleinere Systeme haben eine interne Heizung, elektrisch oder mit einem Dieselbrenner. Bei größeren Systemen sind dem Industrie Hochdruckreiniger Heizsysteme nachgeschaltet, die im Innenbereich in der Regel elektrisch, im Außenbereich von Dieselbrennern mit bis zu 90 kW ergänzt sind.

Für die Reinigung ist auch die Schwemmleistung entscheidend. Gerade in der Lebensmittelindustrie benötigt man reichlich Wasser. Zunächst erfolgt eine Vorreinigung durch Abspülen von Maschinen und Boden. Mit weniger Druck wird nun ein stark schäumendes und desinfizierendes Reinigungsmittel aufgetragen. Dieses Reinigungsmittel hat die Aufgabe, lange an Oberflächen zu haften, Schmutz im Schaum zu binden und die Oberfläche selbst zu desinfizieren. Der zähe Schaum lässt sich anschließend nur mit sowohl Druck, als auch reichlich Wasser per Flachstrahl entfernen. Gängige Systeme fangen bei rund 1.000 Litern pro Stunde an.

Bei großflächiger Säuberung sowie in der Landwirtschaft wird mit weitaus höheren Werten gearbeitet. Drücke über 300 bar mit einer Schwemmleistung von bis zu 3.000 Litern Wasser pro Stunde für die schnelle Reinigung von Industrieböden oder Ställen bei landwirtschaftlicher Anwendung sind ebenso im Einsatz, wie Geräte mit 500 bar und rund 1.000 Litern pro Stunde bei industriellen Sanierungen. In Idealfall werden die Hochdruckreiniger nach einer ausführlichen Beratung durch einen Fachhändler entsprechend ihrem Einsatzzweck geplant und gebaut.




Autor dieses Artikels: Georg Grohs
Eingereicht am: 2007-08-17


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