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Beschaffenheit vom Großwasserraumkessel




Unter den unterschiedlichen Arten von Dampfkesseln wird der Großwasserraumkessel vorwiegend eingesetzt, um sowohl Wasserdampf als auch heißes Wasser bereit zu stellen. Der Großwasserraumkessel ist daher nicht für den privaten Gebrauch geeignet sondern hauptsächlich für die Versorgung von industriellen Einrichtungen, Dampfschiffen und Lokomotiven, welche mit Dampf angetrieben werden. Der Großwasserraumkessel besitzt ein ganz besonderes technisches Merkmal, welches auf einen zylindrischen Kessel zurückgeht. Dieser wird auch als Wasser - Dampf - Behälter bezeichnet und ist von beiden Seiten durch ebene oder sogenannte gekrempte Deckelvorrichtungen begrenzt. Sie sind bei einem Großwasserraumkessel so widerstandsfähig eingebaut, dass sie dem enormen Druck des Dampfes gewachsen sind. Im Gegensatz zu anderen Kesselarten kann der Großwasserraumkessel extern befeuert werden. Die Beheizungsvorgänge finden innerhalb des Großwasserraumkessels statt. Für diese Funktion besitzt der Kessel die entsprechenden Flamm- und Rauchrohre. Der Innenraum des Kessels wird wiederum in drei Züge unterteilt und ist mit Wasser befüllt. Dies bringt den Effekt einer umfangreichen Speicherung von Wärmeenergie. Außerdem wird somit vorbeugend gegen einem unregelmäßigen und nicht konstanten Dampfverbrauch gewirkt. Durch die Konstruktion des Kesselkörpers kann beim Großwasserraumkessel nur mit niedrigem Druck im maximalen Bereich bis zu 30 bar gearbeitet werden. Die herstellbare Menge an Dampf kann als eher gering eingeschätzt werden. Für die Konstruktion und Fertigung von Großwasserraumkesseln werden überwiegend metallische Materialien eingesetzt. Dazu gehören zum Beispiel robuste Nieten, stabile Verarbeitungen aus Blech. Außerdem werden Rohre für den Rauch und sogenannte Verstärkungs- und Zuganker für eine sichere Bauweise verwendet. Bei der Fertigung von Großwasserraumkesseln ist es besonders wichtig, die Schweißnähte in Form von sogenannten durchschweißten Nähten zu nutzen. Großwasserraumkessel unterliegen während ihres Betriebes verschiedenen Spannungen, zu denen beispielsweise die Biegespannung gehört. Sie wird beim Großwasserraumkessel vorrangig durch die stabilen Böden und die zusätzlich eingebaute Eck- und Zuganker ausgeglichen. Die Wände selbst sind beim Großwasserraumkessel eher gekennzeichnet durch eine Dünnwandigkeit und minimierte Stärken der Wände. Dies ist nötig, um sogenannte thermische Längenabweichungen auf ein Minimum zu reduzieren.




Autor dieses Artikels: Nils Demberg
Eingereicht am: 2009-07-21


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