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Wetten auf die Zukunft




Im Bereich er Medizin lohnt sich Weitblick immer. Viele Methoden und Arzneien, die man heute kennt und die alltäglich angewendet werden, waren früher noch unbekannt. Visionäre wurden sogar vielfach bespöttelt oder sogar angefeindet oder als Ketzer verfolgt. Die ersten Ärzte, die Blinddarmentzündungen beschrieben und verschiedene erfolglose Behandlungsmethoden akribisch dokumentierten, hofften, dass in zukünftigen Jahren ihre Erfahrungen helfen könnten, diese tödliche Krankheit zu besiegen. Heute gibt es viele Forschungszweige, die sehr viel versprechend sind, aber noch zu jung, um ihre Erfolge anhand von Statistiken oder Langzeitstudien zu beweisen. Dazu gehört z.B. die Stammzellenforschung. Jedes Elternpaar, das sich entschließt, das Nabelschnurblut seines neu geborenen Kindes einlagern zu lassen, und jeder erwachsene, der Knochenmark spendet, in dem sich auch Stammzellen befinden, zeigt damit, dass er darauf baut, dass hier noch viele unentdeckte und noch nicht voll ausgeschöpfte Möglichkeiten liegen, die sich in der Zukunft erschließen und enthüllen werden. Schon jetzt weiß man, dass sich manche Hirnschädigungen oder Herzkrankheiten mit Stammzellen behandeln lassen, erste Erfolge geben allen, die darauf gewettet haben, Recht. Letztendlich kann man sich das so denken: Viele Kinder bekommen von Verwandten oder Eltern zur Geburt gleich das erste Sparbuch oder Konto geschenkt, um später Geld für Führerschein, Ausbildung etc zu haben. Eine Investition in das Einlagern des Nabelschnurbluts kann wesentlich sinnvoller sein. Selbst, wenn das Kind seine eigenen Stammzellen niemals brauchen wird, würde niemand das als verlorenes Geld ansehen, und vielleicht kann es später einem Geschwister oder Verwandten das Leben retten oder der Forschung dienen. Die speziellen Blutbanken, bei denen man sich näher informieren kann, sind auch im Internet vertreten.




Autor dieses Artikels: Andreas Mettler
Eingereicht am: 2011-09-15


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