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Auch starke Männer haben Hämorrhoiden
Hämorrhoiden gehören zu den Leiden, die ganz viele Menschen betreffen, über die aber nur wenige Menschen offen reden. Den meisten ist es peinlich, darüber zu sprechen, denn diese Dinger hat man immerhin an einer besonders intimen stelle, nämlich im Enddarm und am After. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Statistisch gesehen leidet die Hälfte der Menschen über 50 an diesem Volksleiden, aber auch wesentlich jüngere Personen können davon betroffen sein. Frauen bekommen manchmal Hämorrhoiden vom Pressen bei der Geburt und haben dann eine bleibende Erinnerung an diese sowieso unvergesslichen Momente, denn es ist schwer, Hämorrhoiden wieder vollständig loszuwerden.
Man kann Hämorrhoiden natürlich behandeln, was in vielen Fällen schon eine deutliche Besserung bringt. So werden vielfach die modernen Ess- und Klogewohnheiten für das Auftreten dieses Leidens verantwortlich gemacht: Alles Mögliche wird durcheinander gegessen, auf dem Klo nimmt man sich ein buch mit und presst dann erst zu stark, um später den Enddarm sozusagen hängen zu lassen. Das begünstigt die Entstehung eines Hämorrhoidalleidens enorm. Auch mangelnde Hygiene ist ein verbreiteter Fehler. Man sollte nicht glauben, wie viele ansonsten gepflegte Menschen trotz täglicher Dusche mit einem schlecht gepflegten und unzureichend sauberen Hintern herumlaufen. Auch hier liegen die Männer vorn: Ihr Anus ist oft behaart und schon allein deshalb schlechter zu reinigen, außerdem haben die meisten heterosexuellen Männer dazu ein eher verkrampftes Verhältnis und finden die Idee, sich ausgiebig und womöglich lustvoll mit diesem Bereich zu befassen, sehr befremdlich. Es gibt Theorien, nach denen vor allem das Sitzen statt des Hockens beim Stuhlgang dafür sorgt, dass die Venen sich erweitern und entzünden.
Autor dieses Artikels: Andreas Mettler
Eingereicht am: 2011-06-02
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