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Deutsche lieben Schokolade!




Kein Wunder: Schokoladentafeln, Pralinen, Riegel – es schmeckt einfach viel zu gut. Aber was schmeckt uns wirklich? Es ist nämlich nicht die pure Schokolade, die die Deutschen und die Schweizer zu Spitzenreitern werden lässt. Denn die pure und unbehandelte Schokolade wäre viel zu bitter für uns.

Außerdem riecht und schmeckt eine unbehandelte Schokolade noch nicht einmal nach Schokolade, so wie wir sie lieben. Vielmehr schmeckt uns eine gelungene Kombination von Kakao, Fett, Zucker und Schokolade. Eine gewöhnliche Vollmilchschokolade, die wir gerne mal genießen, enthält z.B. 35 % Zucker, 25 % Milchpulver, 10 % Kakaobutter und gerade mal 25 % Kakaomasse. Immer mehr in Mode kommen bittere Schokoladen und Pralinen. Aber auch diese bestehen nicht nur aus reinem Kakao: 60 % Kakaomasse und 40 % Zucker lassen die Bitterschokolade immer noch süß genug schmecken.

Das uns die Schokolade so gut schmeckt, verdanken wir dem Ergebnis komplexer chemischer Prozesse und den jahrelangen Experimenten von Chocolatiers und Wissenschaftlern. Sie sorgen dafür, dass uns die Schokolade wortwörtlich auf der Zunge zergeht. Durch das Schmelzen im Mund steigen Aromastoffe bis in die Nasenhöhlen auf und werden dort wahrgenommen – wir schmecken und riechen also gleichzeitig. Eine aphrodisierende Wirkung konnte der Schokolade bislang noch nicht nachgewiesen werden. Die meiste Schokolade wird in Europa verzehrt.

Je weiter man nach Norden kommt, umso höher wird der Pro-Kopf-Verbrauch. Jedoch sind nicht die skandinavischen Länder die Spitzenreiter, sondern die Schweiz und Deutschland. Im Jahr 2004 lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei 9,1 kg im Jahr – die Tendenz ist steigend. Schokolade scheint uns also einfach zu schmecken.




Autor dieses Artikels: Milan Spajic
Eingereicht am: 2008-08-04


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