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Der Weg zur Riester Rente
Mittlerweile ist die Riester Rente für viele Menschen ein ganz selbstverständlicher Teil ihrer Altersvorsorge. Doch das war nicht immer so - ganz im Gegenteil: Als diese Art der privaten Vorsorge im Jahre 2001 vom damals zuständigen Minister Walter Riester eingeführt wurde, stand die Bevölkerung ihr weitgehend skeptisch gegenüber. Zu neu war das Konzept der privaten Altersvorsorge im Allgemeinen, zu andersartig (im Vergleich mit der staatlichen Rente) diese spezielle Form der Rente. Und doch führte an einer solchen Neuerung kein Weg vorbei. Um das zu verstehen, muss man sich ein wenig mit der Geschichte der Rente in Deutschland beschäftigen. Seit den fünfziger Jahren war die Rente nach dem Umlageprinzip organisiert: Alle Arbeiter und Angestellten zahlten jeden Monat einen Teil ihres Einkommens in die Kasse der Rentenversicherung ein, gleichzeitig wurden daraus die Renten derjenigen bezahlt, die zu alt zum Arbeiten waren. Das eingezahlte Geld wurde also sofort wieder aufgebraucht, und die arbeitenden Menschen mussten sich darauf verlassen, dass die nach ihnen kommenden Generationen später genauso fleißig einzahlen würden wie sie selbst. Die Sache hatte aber gleich mehrere Haken: Die Beitragszahler wurden immer weniger (nicht zuletzt durch wachsende Arbeitslosigkeit), die einzelnen Rentner lebten immer länger und mussten dadurch länger versorgt werden. Es war abzusehen, dass das Geld bald hinten und vorne nicht mehr reichen würde. Und dann kam zu allem Überfluss (oder besser zu allem Geldmangel) auch noch die Wiedervereinigung: Zahlreiche Bürger der ehemaligen DDR erhielten nun ebenfalls Geld aus der bis dahin westdeutschen Rentenkasse, während die Höhe der neu hinzu kommenden Beiträge sich in Grenzen hielt. Schließlich war die Arbeitslosigkeit im Osten besonders hoch. In dieser Situation blieb nur noch ein Ausweg - die staatliche Rente musste durch eine private Vorsorge, der Riester Rente ergänzt werden. Vor allem aber musste für diese zusätzliche Rente ein sicheres Kapitaldeckungsverfahren entwickelt werden. Bei der Riester Rente spart jeder ein eigenes Guthaben an, das er und nur er selbst später aufbraucht. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass bei Eintritt des Rentenalters auch wirklich noch Geld da ist, von dem die Rente gezahlt werden kann.
Autor dieses Artikels: Andreas Mettler
Eingereicht am: 2009-01-14
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