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Prüfung der Krankenkasse
Im Februar 2009 hatte die damalige Bundesgesundheitsministerin, Ulla Schmidt, einen Fragebogen vorgestellt. Damit sollte jeder, der in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, herausfinden können, ob seine Kasse die richtige ist. Was war der Grund für diese Initiative? In der Vergangenheit war das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Krankenkasse für viele Menschen einfach die Höhe des monatlichen Beitrags. Die gesetzliche Krankenversicherung finanziert sich ja von jeher nach einem Solidarprinzip: Wer mehr verdient, muss auch mehr bezahlen, obwohl im Krankheitsfall alle dieselben Leistungen bekommen. Dabei war es aber so, dass die Prozentsätze, die die Versicherten von ihrem Bruttolohn bezahlen mussten, von einem Versicherungsunternehmen zum anderen unterschiedlich sein konnten.
Das ist seit Januar 2009 anders. Mit der Einführung des Gesundheitsfonds wurden die Beitragssätze vereinheitlicht, und zwar auf einen Einheitsbeitrag von derzeit 14,9 % des Bruttoeinkommens. Mit anderen Worten: Alle Kassen kosten jetzt dasselbe, unterschiedlich (und damit nun noch wichtiger für die Auswahl der richtigen Kasse) sind nur noch die Leistungen, die man für sein Geld bekommt. Der Fragebogen der Ministerin umfasste nun neben den eigentlichen medizinischen Leistungen auch Fragen wie die, ob man die Krankenkasse im Bedarfsfall rund um die Uhr erreichen kann oder ob es Bonusprogramme gibt, mit denen man einen Teil seiner Beiträge zurückbekommen kann. Auch wenn dieser Fragebogen für die gesetzlichen Krankenkassen gedacht war, so lohnte sich ein Blick darauf. Doch besser ist wenn man freiwillig Versichert ist, z.B. ein PKV-Vergleich über das Internet. Denn Fragen wie die Erreichbarkeit oder Rückzahlungen sollten auch bei der Auswahl einer privaten Krankenversicherung (PKV) eine Rolle spielen, obwohl dort natürlich weiterhin auch sehr unterschiedliche Monatsbeiträge vorzufinden sind.
Autor dieses Artikels: Andreas Mettler
Eingereicht am: 2010-09-09
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