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Lohnt sich ein Wechsel zur PKV?
Ob und für wen sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Bemessung der Beiträge in der PKV unterscheidet sich zur GKV schon darin, dass es keinen einheitlichen Beitragssatz gibt. In der PKV werden junge und gesunde Menschen, die also einem geringeren Risiko ausgesetzt sind, eine Krankheit zu erleiden, besser gestellt als ältere oder gesundheitlich vorbelastete Menschen. In der Versicherungswirtschaft wurde für diese Einstufungsmethode der Begriff „Biometrisches Risiko“ geprägt. Daraus ergibt sich für die einen ein Vorteil, für die anderen ein Nachteil.
Allen bietet sich jedoch der Vorteil, frei über die Beitragshöhe zur PKV und somit auch über den Leistungskatalog selbst zu entscheiden. Je mehr Beiträge man demnach in die PKV einzahlt, desto besser und umfangreicher sind die Leistungen, die man erhält. Ein weiterer Vorteil gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung ist die bevorzugte Behandlung beim Arzt. Wo Mitglieder der GKV teilweise Wartezeiten von Stunden in Kauf nehmen müssen, sind privat versicherte bereits innerhalb weniger Minuten im Behandlungszimmer, denn der Arzt kann seine Leistungen nach Aufwand abrechnen. Eine private Krankenversicherung lohnt sich rechnerisch immer dann, wenn man zum einen eine krisensichere Anstellung und zum anderen, wenn man ein hohes Einkommen hat. Geht man von einem mittleren Beitragssatz zur PKV von 250 Euro pro Monat und einem GKV-Beitragssatz von 15,5 Prozent (2011) aus, lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung schon ab einem Bruttoverdienst von etwas über 1500 Euro. Achtung! Dieses Beispiel ist kalkulatorisch zu verstehen, denn ein Wechsel in die PKV ist für Angestellte erst möglich, wenn die Versicherungspflichtgrenze, die VPG, überschritten wurde.
Autor dieses Artikels: Andreas Mettler
Eingereicht am: 2011-09-01
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