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Anwalt oder Mediator?




Jeder, der schon einmal einen Anwalt gebraucht hat, um seine Interessen in einem Rechtsstreit zu vertreten, weiß, dass das kein Spaß ist. Hat man vielleicht anfangs noch auf einen raschen Sieg bzw. das Aufgeben der gegnerischen Partei gehofft, sieht man sich meist schon bald mit einer Vielzahl von Gegenforderungen des gegnerischen Anwalts konfrontiert, die den Konflikt noch vertiefen. Das Säbelrasseln, das Auffahren immer schwereren Geschützes und immer neuer Forderungen gehört zum vorgerichtlichen Rechtsstreit und dient unter Umständen auch dazu, den Streitwert zu erhöhen, was beiden Anwälten bessere Verdienste ermöglicht, da deren Honorar vom Streitwert abhängig ist. Wer sich einen lang dauernden und teuren Rechtsstreit nicht leisten kann, nur, weil er sich mit einem Geschäftspartner nicht einig wird, kann auf die Dienste eines Wirtschaftsmediators zurückgreifen. Es gibt Experten für Wirtschaftsmediation in Hamburg, München und vielen anderen großen Städten, so dass die streitenden Parteien auf jeden Fall einen finden werden, der für alle Seiten erreichbar ist. Die Mediation findet in aller Regel in den Räumen der Mediatoren statt, wohin alle am Konflikt beteiligten gebeten werden, um an einem Tisch zusammenzukommen und ihre Meinungsverschiedenheit darzulegen. Der Mediator unterstützt dabei alle Parteien gleichermaßen bei der Suche nach einem Weg zur außergerichtlichen Einigung. Die Parteien verpflichten sich zum friedlichen Diskutieren und versuchen unter allen Umständen, Eskalation zu verhindern. Der Mediator lenkt und überwacht den Verlauf des Gesprächs dahingehend, dass alle wesentlichen Punkte sachlich und umfassend vorgebracht, erläutert und berücksichtigt werden. So können viele unternehmensinterne oder mehrere Firmen betreffende Streitigkeiten friedlich sowie Zeit und Kosten sparend beigelegt werden.




Autor dieses Artikels: Andreas Mettler
Eingereicht am: 2011-06-17


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