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Wo Kleckern sinnvoller ist als Klotzen




Immer groß denken, Kleckern statt Klotzen, viel hilft viel: Solche Sprichwörter zeigen auf amüsante, aber auch erschreckende Weise, dass Verschwendung vielfach nicht als Sünde angesehen wird, sondern im Gegenteil den Status des Verschwenders erhöhen kann. Und während man dies in vielen abstrakten Bereichen wie Fantasie, Freundlichkeit oder Großmut nur unterschreiben kann, ist es in anderen vielfach längst Ausdruck einer völlig überkommenen Mentalität, die mitverantwortlich für die Ausbeutung des Planeten gemacht werden kann. Gerade die Verschwendung von Energie, der man jahrelang fast ohne schlechtes Gewissen frönte, muss ein Ende haben, wenn die drohende Klimakatastrophe abgewendet werden soll. Dazu ist auf breiter Front ein Umdenken nötig. Experten für Gebäudemanagement und Klimatechnik setzen nicht nur auf innovative Heiz- und Dämmtechniken, sondern auch auf den Einsatz von Green-IT Technologien, um den enormen Stromverbrauch von Rechnern und Servern zu senken. Dabei müssen nicht nur die Geräte selbst betrachtet werden, sondern auch der Aufwand, der zu ihrer Kühlung und Isolierung betrieben wird. Viele Geräte sind schlicht überflüssig und stehen nur darum noch herum, weil man früher oft für jede Anwendung einen eigenen Server einrichtete, der mit Energie versorgt und oft sogar ohne logischen Grund rund um die Uhr betrieben und gekühlt wurde. Experten beraten heute Unternehmen dahingehend, Anwendungen parallel zu betreiben und Rechenoperationen durch Zusammenlegung zu verschlanken. Zum Beispiel können mehrere virtuelle Server von einem einzigen realen Server simuliert werden. Solche und andere Maßnahmen zur Serverkonsolidierung sparen weit mehr Strom und Kosten ein, als man für ihre Planung und Realisierung aufbringen muss, und rentieren sich daher schon vom ersten Tag an.




Autor dieses Artikels: Andreas Mettler
Eingereicht am: 2011-07-27


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