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LAN für Nostalgiker
Als es gerade erst schick und halbwegs erschwinglich geworden war, seinen eigenen PC zu Hause zu haben, waren die privaten kleinen Netzwerke daheim noch etwas für richtige Nerds. In einer normalen Familie oder WG gab es so etwas nicht. Wenn man sich irgendwo traf, um gemeinsam über das Local Area Network oder LAN Spiele am PC zu spielen, baute man dazu auch schon mal den eigenen Rechner ab, schleppte ihn die Treppe hinunter ins Auto und fuhr ihn dorthin, wo die LAN Party steigen sollte. Mit Kabeln, die die Rechner direkt miteinander verbanden, war es möglich, die anderen Spieler zu sehen, gemeinsame Spiele zu eröffnen und solche zu betreten, die ein anderer eröffnet hatte.
Der Computer desjenigen, der das Spiel gestartet hatte, fungierte dann als Host des Spiels, als Gastgeber. Schaltete man ihn aus, ging das ganze Spiel verloren. Heute bestehen Heimnetzwerke meist dauerhaft und verbinden nicht nur alle Rechner miteinander, sondern auch alle Rechner mit dem Internet. Dazu wird oft ein Router verwendet, der sich automatisch ins Internet einwählt und an den dann die Rechner nur mit einem Netzwerkkabel stabil angeschlossen sein müssen, um die Verbindung zu bekommen. Und schon seit einigen Jahren kann man sogar auf die Kabel verzichten und alle erforderlichen Verbindungen via Funk regeln. Das bedeutet allerdings in der Praxi meist Verluste bei der Datenübertragung, nicht in dem Sinne, dass Daten verloren gingen, sondern bei der Geschwindigkeit. Jeder, der ein Heimnetzwerk nutzt, muss sich überlegen, womit er eher leben kann: Mit Kabeln oder mit längeren Wartezeiten beim Surfen oder Spielen.
Autor dieses Artikels: Andreas Mettler
Eingereicht am: 2011-07-27
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