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Insolvenzschutz britischer Policen




Vertrauen ist wohl der wichtigste Imagewert, denn eine Versicherungsgesellschaft aufbauen kann. Doch gerade in der aktuellen Situation haben viele Kunden das Vertrauen in die Banken- und Versicherungswelt verloren. Da ist es sowohl für den Kunden, wie auch den Vermittler eines Anlageproduktes sehr beruhigend, wenn ein umfangreicher Insolvenzschutz vorhanden ist.

Gerade in der Versicherungswelt, wo doch sehr häufig sehr lang laufende Verträge abgeschlossen werden, ist es im Interesse der Kunden, dass das Geld in 20 oder 30 Jahren auch zu Verfügung steht. Deshalb wird sowohl in Deutschland wie auch Großbritannien der Insolvenzschutz sehr ernst genommen. So hat die britische Lebensversicherung schon im Jahr 2001 mit der Gründung der FSCS auf die Sorgen der Kunden reagiert und einen umfangreichen Insolvenzschutz für britische wie auch deutsche Kunden geschaffen. Im Jahr 2002 wurde dann auch in Deutschland mit dem Sicherungsfonds Protektor eine entsprechende Lösung entwickelt. Sollte also ein britisches Versicherungsunternehmen in finanzielle Schwierigkeiten kommen, so wird die FSCS zum Schutz der Kunden eingreifen und versuchen dass angeschlagene Unternehmen zu retten. Dies wird in erster Linie durch den Verkauf des Versicherungsbestandes an eine andere Versicherungsgesellschaft probiert. Erst wenn hier keine Lösung gefunden werden kann, wird durch die FSCS eine Entschädigungsleistung erbracht.

Damit auch deutsche Anleger durch den Schutz der britischen FSCS profitieren können, muss die Police nach britischem Recht ausgestellt worden sein. Wer eine englische Lebensversicherung abschließt, sollte sich am besten den Schutz der angelegten Gelder durch die FSCS schriftlich bestätigen lassen. Die wichtigsten britischen Anbieter auf dem deutschen Markt sind wohl neben der Standard Life, die Clerical Medical und die Friends Provident. Wer sich für den Abschluss einer britischen Lebensversicherung interessiert, muss sich an einen unabhängigen Makler wenden. Denn die britischen Anbieter haben in Deutschland keine eigenen Vertriebsstrukturen aufgebaut.






Autor dieses Artikels: Markus Köhler
Eingereicht am: 2009-03-05


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